Öle werden im Bereich der ayurvedischen Heilmethoden seit Jahrtausenden verwendet. Egal ob bei Massagen oder beim Stirnguss, Öle entspannen den Körper und die Seele und sind für ihre hohe entgiftende Wirkung bekannt. 
So wird im Bereich der Lehren rund um Ayurveda auch das Ölziehen oft als Entgiftungsmethode genannt. Mehr als 30 Erkrankungen soll das Ölziehen verbessern oder sogar heilen. Gerade im Bereich Kopfschmerzen und rissige Lippen, habe ich persönlich gute Erfahrungen mit Ölziehen gemacht.

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In der indischen Volksheilkunde wird das Ölziehen eingesetzt, um Zähne und Zahnfleisch zu stärken. 1990 erst wurde das Ölziehen hier bei uns bekannter. Wirkliche Erkenntnisse gibt es gerade im Bereich der Mundraumpflege. Man hat mittlerweile heraus gefunden, dass Ölziehen unter 20 Minuten kaum einen Erfolg bringt.  Das Öl kann in einer so kurzen Zeit die Bakterien und Giftstoffe nicht aufnehmen. 

Neben der Mundhygiene wirkt das Ölziehen auch auf andere Bereiche des Körpers. Vermutlich liegt dies an der Detoxwirkung, die durch das Ölziehen entsteht. Man entgiftet mit dem Ölziehen den Mundraum und somit  hilft man dem gesamten Körper dabei zu entgiften. Bei mir hat das Ölziehen dazu geführt, dass ich weniger Kopfschmerzen habe, was früher öfter der Fall war. Auch Magenprobleme, Schlaflosigkeit, Schuppenflechte uvm. sollen verbessert werden durch das Ziehen von Ölen. 

Ölziehen für Anfänger

Ölziehen tut man immer morgens auf nüchternen Magen! Generell sollte man 1 EL Öl in den Mund nehmen und dieses Öl dann im Mund hin und her bewegen. Man beginnt mit dem Spülen des Mundraumes, wie beim Benutzen einer Mundspülung. Wenn man Infektionen oder Stellen im Mundraum hat, kann man einen Tropfen Zitronensaft zum Öl geben. 

Das Öl sollte im Mundraum immer in Bewegung sein, auch sollte es zwischendurch durch die Zähne gezogen werden, was mit etwas Übung gut gelingt. Nicht Gurgeln! Da 20 Minuten sehr lang werden können, kann man zwischendurch ganz kleine Pausen einlegen und das Öl kurz ruhen lassen. Nach 20 Minuten das Öl ausspucken. Bei starken Rauchern kann es am Anfang sogar passieren, dass dunkle Verfärbungen in dem Ausgespuckten entstehen. Am besten ist es, wenn man das Öl in ein Tuch spuckt und dieses wegwirft, damit die Bakterien nicht in den Wasserkreislauf gelangen. Danach mit reichlich warmen Wasser den Mundraum ausspülen. Im Anschluss Zähne putzen wie gewohnt. 

Welches Öl soll ich nehmen?

Die höchste antibakterielle Wirkung zeigten in Studien Sesamöl, Sonnenblumenöl und Kokosöl. Ich selbst nutze Kokosöl und das nicht nur weil es besser schmeckt. Die enthaltende Laurinsäure hilft gegen Bakterien und ist sogar in Muttermilch zu finden. Auch  gegen den Hefepilz „Candida Albicans“  hilft Kokosöl nachweisbar. Ich nutze das Kokosöl von Cocowell und habe bisher nur positive Ergebnisse erzielt. 

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Neben den körperlichen Auswirkungen hat Ölziehen auch eine positive Wirkung auf die Seele, denn es ist eine Art den Körper zu entgiften und Entgiftung wirkt immer auch auf das Gemüt. Auch wenn dies schwer zu erklären ist, man merkt bereits nach wenigen Tagen, dass man sich besser fühlt – fitter und nicht mehr so müde. 

Ölziehen ist reine Gewohnheit und kann sogar mit Kindern ab sechs Jahren gemacht werden. Kinder und Anfänger sollten mit einem TL Öl beginnen und sich nach und nach steigern. 

Ich selbst Ziehe oftmals am Morgen und am Abend Öl, dies aber immer nach Lust und Laune. Lasst euch überraschen von der Wirkung des Öles und bleibt gesund. 

Eure Kathrin 

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