Wenn ich nur darf, wenn ich soll. Aber nie kann, wenn ich will,dann kann ich auch nicht, wenn ich muss. 

Wenn ich aber darf,wenn ich will, dann kann ich auch,wenn ich muss.

Denn merke dir: Die können sollen, müssen auch wollen dürfen. 

Johannes Conrad

Das schlimmste Gefühl auf dieser Welt ist es, wenn man etwas tun muss, es aber nicht schafft und deswegen Angst hat, dass etwas Negatives passiert. Viele Menschen setzten sich selbst durch ein kleines Wort so extrem unter Druck, dass sie daran nach und nach kaputt gehen. “ Ich muss noch 10 Kilo abnehmen!“ Wie viele sagen diesen Satz und wie viele davon schaffen es wirklich dauerhaft? “ Ich muss unbedingt diese Arbeit fertig stellen!“ Wie viele sagen es und bekommen vor lauter Druck Kopfschmerzen oder schaffen es nicht ?

Von Kinderbeinen an, werden uns MUSS – Faktoren eingeprägt. Wir fangen oftmals bereits bei unseren Kindern an. Viele fragen mich,wie ich es schaffe, dass meine Jungs trotz Pubertät NIE ohne Hausaufgaben zur Schule gingen. Viele dachten immer, ich sitze daneben und zwinge sie die Hausaufgaben sofort zu machen. Das Gegenteil ist der Fall! Ich habe NIE meinen Kindern gesagt das sie die Hausaufgaben machen müssen. Ich hab auch nie eine Zeit vorgegeben. Ich habe immer gesagt: “ Es ist toll wenn du sie machst und noch schöner, wenn du sie jetzt machst, aber du darfst sie machen, wann du willst. “ Vom ersten Tag an, habe ich den Kindern beigebracht, dass sie zur Schule gehen dürfen! Klar, weiß ich das sie auch gehen müssen, aber muss man das dem Kind beibringen? Muss ist immer ein Druck, den gerade Kinder nicht aushalten. Es ist nicht überall so, dass Kinder zur Schule gehen dürfen und DAS sollte den Kindern immer bewusst gemacht werden. 

Eigentlich musst man nichts, es hat nur Konsequenzen,wenn man etwas nicht tut und mit denen darf man dann leben. So versuche ich es seit vielen Jahren zu sehen, wenn ich etwas tun muss. Denn eigentlich, wenn wir ganz ehrlich sind, müssen wir nichts, wir dürfen es tun. Dies hat auch viel mit Dankbarkeit zu tun. Dankbar sein für das Leben, dass man führt. Was das damit zutun hat? 

Ganz viel! “ Ich muss noch arbeiten!“ Dies zeugt davon, dass man nicht gerade glücklich darüber ist. Das ewige Warten auf das Wochenende, wo man nicht arbeiten muss. Zeigt das Dankbarkeit für den Job? Ist es so normal das man einen Job hat? “ Ich darf heute nochmal arbeiten!“ Klingt nach Dankbarkeit! Lässt einen eigentlich auch glücklicher sein und positiver an die Arbeit gehen. Man fühlt sich nicht so gezwungen! 

Zur Arbeit muss NIEMAND, wenn man mit den Konsequenzen daraus leben kann. Ein anderer Mensch freut sich bestimmt darüber arbeiten gehen zu dürfen! So versuche ich alles in meinen Leben zu betrachten. Ich habe erkannt, dass wenn ich etwas tun darf, ich es mit mehr Freude mache und es dann auch schneller von der Hand geht und es zu 95% auch erfolgreicher ist.

Wenn ich heute auf meinem Terminkalender schaue, dann könnte ich stöhnen und denken :“ Ich muss noch soviel abarbeiten!“ Doch ich schaue rauf und freue mich auf einen tollen Tag. Ich darf noch ein wenig arbeiten heute Nachmittag. Darf mit meiner Mama noch etwas unterwegs sein, darf den Haushalt noch machen und freue mich noch ein paar Emails schreiben zu können. 

Ist es nicht toll, all das zu dürfen? Ist es nicht klasse, wenn man tun kann, was man darf? Ich finde es toll! 

Eure Kathrin

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