Weihnachten ist keine Zeit – kein Datum, es ist ein Gefühl! 

Es wird gehetzt durch Läden und Märkte. Die Tiefkühltruhen und Fleischtheken werden geplündert. Tannenbaumschmuck und Geschenkpapier gekauft, obwohl man eigentlich genug Daheim hat. Und der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, wird oftmals nur im Vorbeilaufen getrunken. 

Geschenke sind natürlich auch bei uns sehr wichtig und spielen eine Rolle am Heiligenabend. Aber noch viel wichtiger ist für uns, dass Beisammensein. Ohne meine Familie gibt es kein Weihnachten. Als Mama ist für mich vollkommen klar : Ein Weihnachten ohne meine Kinder – Undenkbar! Auch ein Weihnachten ohne meine Eltern – Undenkbar! 

Weihnachten bedeutet für mich auch, in die Kirche zu gehen, damit meine Kinder das wahre Fest begreifen. Die Kirche ist für mich nicht wichtig, weil ich extrem gläubig bin, sondern weil es der Grund des Festes ist. Ich will nicht das meine Kinder denken, dass Weihnachten von einem Brausehersteller erfunden wurde, wie der Weihnachtsmann. Letztens im Fernsehen erst, sagte ein Kind : “ Jesus ist jetzt der Weihnachtsmann!“ Auch meine Kinder glaubten jahrelang an den Mann in Rot, aber doch gehört er eigentlich nicht zur Weihnacht. 

Gemeinsam essen und lachen – gemeinsam singen und Gesellschaftsspiele spielen. Gemeinsam – Das Entscheidende für mich! Und so werde ich auch in diesem Jahr mit meinen Jungs in die Kirche gehen. Wir werden singen und ich werde vermutlich wieder Tränen vergießen, wie immer. Warum? Weil dieser Besuch in der Kirche mich jedes Jahr an meine Oma und meinen Opa erinnert. 

Es erinnert mich an Weihnachten in der Kindheit, wo noch alles so einfach war. Wo alles noch so leicht wirkte und man sich auf genau diesen Tag freute. Wo man den Tag nicht mit Stress begonnen hat, sondern mit einem gemeinsamen Frühstück mit heißen Kakao. Es erinnert mich an meine Oma, die immer denselben Mantel in der Kirche trug und so laut und schief sang, dass man sie selbst draußen hören konnte. * Tschuldigung Oma, ich liebe dich trotzdem! * 

Es erinnert mich an die Zeit, wo Opa dem Weihnachtsmann auch ein Gedicht aufsagen musste und immer dasselbe sagte : “ Großer Knochen, kleiner Knochen, Weihnachtsmann deine Hose ist offen!“ Das alles natürlich auf Plattdeutsch. Komisch das Opa immer was mit der Rute bekam. 

Ist es nicht das woran auch unsere Kinder sich erinnern sollen? Wenn sie mal Familie haben und selbst Kinder erziehen. Sollen sie nicht daran denken, wie schön und ruhig Weihnachten war? Daran erinnern das sie das Beisammensein genossen haben? Genau das ist es, was ich mir wünsche für meine Jungs! 

Eure Kathrin 

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