Wir sind hier, wird sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!

“ Meine Kinder gehen zur Demo heute und deine?“ “ Zur Schule!“ So oder ähnlich habe ich gerade die letzte Woche verbracht, denn 70% meiner Bekannten haben ihre Kinder zur Friday for Future Demo gelassen. Warum ich meine Kinder nicht hinlasse – Warum meine Kinder auch keine Lust dazu haben – Und ob wir trotzdem auf den Umweltschutz achten? Hier nun im Blog die Antworten!

FFF – Demo oder nicht?

Warum meine Kinder nicht gehen

Ich habe meinen Kindern am letzten Freitag die Möglichkeit offen gelassen zu gehen, WEIL Staffeltag war und da sowieso kein unterricht stattfindet. Außerdem hat bei uns die Organisation des Staffeltages mit der Demo zusammen gearbeitet, die Demo wartete vor dem Gelände der Staffeltage.

OKAY meinem großen Sohn kann ich es natürlich nicht mehr verbieten, er ist 18 Jahre. Aber beim Kleinen mit seinen 15 Jahren, kann ich noch mitreden und Schuleschwänzen mit Ansage erlaube ich nicht! Er will einen guten Abschluss machen im kommenden Jahr, da toleriere ich keine Demo in der Schulzeit.

Auch wenn ich die Demo am letzten Freitag wirklich klasse fand hier in Lübeck. Was hier gemacht wurde, war toll und harmonisch. In anderen Städten fand ich es teilweise nicht so gut. Autos bekleben mit Aufkleber, die nur mit Lösungsmittel abgeht, da hört der Spaß auf!

Mein großer Sohn sagte dann aber am Nachmittag etwas zu mir, was ich sehr gut fand und sehr erwachsen : “ Ich bin nicht gegangen,weil ich nicht so lebe! Wenn ich auf die Strasse gehe und das fordere, was die fordern, dann muss ich mein Handy entsorgen. Keine Cola mehr, nur noch Fahrrad fahren und am sinnvollsten wäre dann auch, wenn ich meine Kleidung tausche, denn die Marken produzieren nicht Umweltfreundlich!“

Friday for future

Anpacken und wirklich leben

Mal ehrlich? Ich habe mir die Demo angesehen, notgedrungen weil Busse nicht mehr fuhren. Kinder und Jugendliche mit Cola in der Hand, Handys um auf den sozialen Netzwerken zu posten und der Snack? Nicht in einer Brotdose, sondern eingepackt in Folie. Das Bild wollte ich nicht sehen?

Natürlich gilt das nicht für alle!! Viele wirkten wirklich ernsthaft darüber nachdenkend oder gezwungen dazu weil die Eltern auch so leben. Aber viele sahen eher aus, alsob sie nicht wussten was sie da tun.

Die Mädchen mit dem Makeup im Gesicht von bekannten Drogerien ( oftmals nicht Palmölfrei und voller Giftstoffe), Die Kleidung von bekannten Ketten, die teilweise nicht frei sind von Plastik und umweltschonend hergestellt? Fehlanzeige! Ach und die Turnschuhe an den Füssen? Voller Stoffe, gegen die sie grade schreien.

Wer würde wirklich verzichten?

Das ist für mich die Frage! Wer würde wirklich verzichten? Wer würde von euch auf Handy oder Laptop verzichten. Wer würde nur noch in Deutschland verreisen und am besten natürlich mit dem Fahrrad, damit es auch umweltschonend ist. Oder wer würde wie Greta mit dem Segelboot nach Amerika schippern?

JA, wir Erwachsenen haben natürlich mit die Verantwortung für das was auf unserer Erde passiert! Und auch mich haben die Diskussionen natürlich zum Umdenken gebracht, aber ich bleibe auf den Boden und versuche meinen Kindern Umweltschutz anders näher zu bringen.

Was kannst du tun ohne auf die Strasse zu gehen

Nur weil wir nicht auf die Strasse gehen, heißt es nicht, dass wir die Umwelt hassen oder weiter nicht nachdenken. Wir haben einen großen Teil unseres Lebens verändert.

Wir kaufen weniger Produkte, die abgepackt sind. Warum sollte man auch eine Gurke in einer Plastikhülle kaufen oder Tomaten unter Folie? Wenn wir Müll auf dem Weg sehen, sammeln wir es auf ( OKAY nicht immer, aber oft) und wenn wir spazieren gehen am Wochenende, haben wir eine Tüte dabei für Müll! Gerade im Wald und am Wasser sollte man das immer tun – Finden wir!

Meine Kinder haben Brotdosen und es ist ihnen nicht peinlich , selbst mit 18 Jahren nicht. Sie müssen sich keine Snacks aus dem Discounter holen. Wir tragen oft auch mal Secondhandklamotten und kaufen auch andere Dinge aus Zweiter Hand. Auch wir verkaufen unsere Sachen oder verschenken sie.

Wir finden : HIER fängt Umweltschutz an! Und trotzdem wollen wir auf bestimmte Dinge nicht verzichten! Unsere Handys und unsere Laptops sind uns heilig! Und wenn ich Lust auf Cola habe, dann auch mal aus einer Dose. Ich muss nicht perfekt den Umweltschutz betreiben, aber ich kann mich bemühen. 

Und genauso müssen meine Kinder nicht auf die Strasse gehen und Schule schwänzen dafür, wenn sie nicht zu 100% so leben wollen, dass man wirklich was verändern könnte. Wenn die Millionen von Menschen, die weltweit am letzten Freitag auf die Strasse gegangen sind, ihr Leben wirklich so leben würden oder mal Müll sammeln gegangen wären, dann wäre die Welt heute ein klein wenig sauberer!

Schlusswort

Ich finde gut, was passiert! Ich finde die Bewegung gut, in Richtung Umweltschutz! Und ich finde die Demos auch okay, solange die jungen Leute es wirklich ernst meinen und auch durchziehen! Auch im privaten Leben den Umweltschutz leben.

Ich würde es begrüßen, wenn jeder mal schaut was er selbst verändern kann im Leben und schon wäre unsere Umwelt etwas mehr geschützt. Und wenn jeder mal öfter das Fahrrad nutzen würde oder zu Fuss gehen würde, dann wäre die Luft viel reiner, als sonst!

Eure Kathrin

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